8. Januar 2013

Niederlande wollen Blasphemie-Paragrafen streichen

Für öffentliche Gotteslästerung kann man in den Niederlanden ins Gefängnis kommen.

Geht es nach der neuen Regierung aus Liberalkonserativen und Sozialdemokraten, wird das künftig nicht mehr der Fall sein. Zuletzt hatte es über das Thema heftige Debatten gegeben, unter anderem wegen mehrerer religionsfeindlichen Taten. In den vergangenen 80 Jahren gab es allerdings nur neun Verurteilungen wegen Gotteslästerung, auch, weil sie schwer nachweisbar war.

Zuletzt wurden Argumente für und gegen das Blasphemie-Verbot geäußert. Verteidiger des Verbots meinen, es fördere den respektvollen Umgang der Gesellschaft. Diejenigen, die das Verbot abschaffen wollen, merken an, religiöser Frieden lasse sich nicht per Gesetz verordnen.

Außerdem sei der Blasphemie-Paragraf eher politisch motiviert. Bei der Einführung 1932 sei es vor allem darum gegangen, religionskritische Kommunisten mundtot zu machen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)