8. Januar 2013
In Chile ist die Stimmung angespannt. Öffentlichkeit und Politik streiten darüber, wie mit der größten Gruppe der Ureinwohner umgegangen wird - den Mapuche.
Zuletzt hatte es mehrere Gewalttaten durch Mapuche gegeben. Die Regierung sprach danach von "Terrorismus" und drohte, den Ausnahmezustand über die betroffene Region im Süden Chiles zu verhängen. Danach kam es wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen. Der chilenische Friedensnobelpreisträger Adolfo Perez Esquivel fordert jetzt in einem offenen Brief mehr Verständnis für die Ureinwohner. Alles was sie wünschten sei, dass sie in ihrem Land würdig leben könnten.
Die Mapuche sind die größte indigene Gruppe in Chile. Sie kämpfen seit Jahren für ihre Rechte - vor allem um Landrechte. Einzelne Mitglieder greifen dabei auch zu Gewalt. Allerdings stehen auch die Behörden in der Kritik, weil die Polizei oft ebenfalls gewaltsam gegen Mapuche vorgeht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)