8. Januar 2013
Die Förderung von Ölsand in Kanada wirkt sich auf Frischwasser-Seen aus - auch wenn diese weit entfernt liegen.
Forscher der Universität Queens in Kingston hatten Seen in der Provinz Alberta auf Schadstoffbelastung hin untersucht. Besonderen Fokus legten sie dabei auf eine bestimmte Gruppe von Kohlenwasserstoffen, die so genannten PAHs (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe). Sie entstehen, wenn Ölsand abgebaut wird und können Krebs auslösen.
Weil sie einen ganz bestimmten "Fingerabdruck" hinterlassen, konnten die Wissenschaftler nachvollziehen, von woher die Schadstoffe stammten.
Sie stellten fest: Seit die Ölsandförderung vor etwa 50 Jahren eingeführt wurde, hat sich der PAH-Anteil teilweise um das 20-fache erhöht.
Seen in der freien Natur haben nach Angaben der Wissenschaftler mittlerweile Schadstoffgehalte wie Gewässer in großen Städten. Die Forscher waren überrascht, dass auch bis zu 90 Kilometer von den Ölsandminen entfernte Gewässer betroffen waren. Nach ihren Angaben werden die Schadstoffe durch Wind und Regen übertragen.
Die Studie erschien in den "Proceedings of the National Academy of Science".
In dem Bericht der kanadischen Zeitung "CBC News" ist die Original-Studie nachzulesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)