8. Januar 2013

Studie: Angehende Ärzte wählen Fachgebiete je nach Schuldenstand

Wenn angehende Ärzte während des Studiums Schulden angesammelt haben, werden sie seltener Fachärzte.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von US-Forschern. Sie hatte fünf Jahre lang insgesamt 2.700 Medizinstudenten befragt. Ergebnis: Drei Viertel von ihnen hatten nach dem Studium wegen der hohen Studiengebühren Schulden - und die sind in den vergangenen fünf Jahren tendenziell gestiegen.

Die Forscher stellten fest: Hatte ein Absolvent Schulden, ging er danach mit großer Wahrscheinlichkeit zum Arbeiten in die medizinische Grundversorgung oder an ein Krankenhaus. Zum Facharzt ließen sich dagegen nur wenige verschuldete Studenten ausbilden. Ein ähnliches Bild zeigte sich den Forschern zufolge für Frauen und Eltern. Möglicher Grund: Facharztausbildungen dauern lange, kosten viel und bringen hinterher zum Teil nicht viel ein. Die Forscher warnen, hohe Schulden von Studierenden könnten zu einem Ärzteengpass in bestimmten Medizinbereichen führen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)