8. Januar 2013

Studie zu Behandlung von Depressionen mit Gleichstrom zeigt positive Ergebnisse

Ein Mensch, der unter Depressionen leidet, kann nicht steuern, wie er mit negativen Informationen umgeht. Oft überwältigen sie ihn förmlich.

Möglicherweise kann dagegen eine Behandlung mit Gleichstrom helfen. Darüber berichtet unter anderem die österreichische Zeitung "Der Standard". Wissenschaftler der Universität Tübingen hatten festgestellt, dass Menschen, die direkt am Schädel mit Gleichstrom stimuliert wurden, den Einfluss negativer Informationen besser kontrollieren konnten. Wenn depressive Patienten dem Gleichstrom ausgesetzt waren, unterschieden sie sich nicht mehr von gesunden Personen. An der Tübinger Universitätklinik wurden 22 depressive und 22 gesunde Menschen untersucht.

Die mangelnde Kontrolle über die Verarbeitung negativer Signale wird als wesentliche Ursache depressiver Erkrankungen betrachtet und geht einher mit einer geringeren Aktivität des linken Stammhirns.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)