9. Januar 2013
Sind schrumpelige Spülhände nicht nur hässlich, sondern am Ende sogar noch nützlich?
Wissenschaftler aus Newcastle berichten im Fachmagazin "Biology Letters", dass sich feuchte Gegenstände mit aufgeweichten, schrumpeligen Fingern besser greifen lassen als mit trockenen. Das hatten sie mit 20 Probanden untersucht. Die Forscher hatten sie mit trockenen oder feuchten Fingern an Gegenständen hantieren lassen, die selbst trocken oder nass waren. Warum die Schrumpelfinger bei feuchten Gegenständen besser greifen, steht noch nicht genau fest. Die Forscher vermuten, dass die Falten das Wasser besser von den Fingerspitzen ableiten. Bisher wurde angenommen, dass Schrumpelfinger entstehen, weil die Haut aufquillt. Jüngere Untersuchungen hatten gezeigt, dass das Nervensystem die Bildung der Schrumpelhaut aktiv steuert.
Nach Angaben der Forscher könnten unsere Vorfahren durch diese Funktion Vorteile beim Jagen und Sammeln gehabt haben - Hände und Füße hätten in einer feuchten Umgebung, wie einem Fluss, bessere Haftung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)