9. Januar 2013

Körper regelt seinen Salzgehalt unabhängig vom Konsum

Wenig Salz im Essen bedeutet nicht automatisch einen niedrigen Salzgehalt im Körper.

Das hat jetzt eine Langzeitstudie von Wissenschaftlern der Universität Erlangen-Nürnberg ergeben. Sie testeten sechs Freiwillige, die über einen Zeitraum von sieben Monaten einen Marsflug simulierten. In der isolierten Raumschiffatmosphäre konnten die Wissenschaftler die Salzaufnahme der Teilnehmer genau bestimmen, ebenso wie ihre Salzausscheidungen. Dabei fanden sie heraus, dass das Salzniveau im Körper schwankte - und zwar egal, ob die Versuchspersonen wenig, viel oder die immer gleiche Menge Salz zu sich nahmen. Der Studie zufolge wird das Salzniveau von den zwei Hormonen Aldosteron und Cortisol gesteuert. Überschüssiges Salz wird normalerweise mit dem Urin ausgeschieden. Trotzdem fanden sich auch dann teilweise hohe Salzkonzentrationen im Körper, wenn die bestreffenden Probanden nur wenig Salz zu sich genommen hatten. Die Forscher glauben deshalb, dass der Körper Salz speichert - und folgern daraus, dass eine gestörte Salzspeicherung im Körper zu hohem Blutdruck und anderen Herz-Kreislaufproblemen führen kann.

Der Link zur Langzeitstudie im Magazin "Cell Metabolism"

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)