9. Januar 2013

Psychiatrie-Direktor sorgt sich um Trend zur Körperoptimierung

"Wir sind auf dem besten Weg zu verlernen, was es bedeutet, in Würde zu altern".

Das sagt der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uni München, Peter Falkai, in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Trend zur Körperoptimierung bereite ihm Sorgen. Anstatt Altersflecken, Falten, Tränensäcke oder Besenreiser zu akzeptieren, würden sie von vielen als sehr störend empfunden. Und es gebe gegen fast alles eine Spritze. Falkai sagt, zwar bräuchten beruflich erfolgreiche Menschen eine gewisse Eitelkeit. Gefährlich werde es aber, wenn diese Eitelkeit mit mangelndem Selbstbewusstsein gepaart sei. Wer sein Äußeres immer weiter optimieren wolle und mit dem Ergebnis nie zufrieden sei, brauche psychologische Hilfe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)