9. Januar 2013

Glasklar: Das ist ein "Tabakmosaikvirus"

Passend zu unserem heutigen Tagesthema "Tabak" schlagen wir den Begriff "Tabakmosaikvirus" im Lexikon nach: Bei einem "Tabakmosaikvirus" handelt es sich um ein röhrenförmiges Virus, das ausschließlich Pflanzen infiziert. Es löst die hochansteckende Mosaikkrankheit aus, bei der die Blätter der befallenen Pflanzen mosaikartige gelbe Flecken bekommen, sich verkrümmen und in ihrem Wachstum gehemmt werden. Neben Tabakpflanzen erkranken durch das Virus zum Beispiel auch Tomaten- oder Paprikapflanzen.

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts versuchten mehrere Wissenschaftler weltweit diese Krankheit zu erforschen.

Bekannt wurde das Tabakmosaikvirus, als es der Amerikaner Wendell M. Stanley 1935 entdeckte. Er hatte damit erstmals ein Virus unter dem Mikroskop nachgewiesen. Dadurch gab es einen Beweis dafür, dass Krankheiten auch ohne Bakterien übertragen werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)