9. Januar 2013

Viele Jobs in Bundesministerien sind befristet

Befristete Verträge gehören für viele Arbeitnehmer in Deutschland mittlerweile zum Alltag. Und das sieht auch an der Spitze des Staates nicht anders aus.

Denn Bundesministerien und Bundesbehörden setzen stark auf befristete Arbeitsverhältnisse. Darüber berichtet die "Berliner Zeitung" mit Berufung auf eine Übersicht des Innenministeriums. Demnach war im Gesundheitsministerium jeder dritte Job befristet, auch das Verbraucherschutz- und das Wirtschaftsministerium kamen mit 20 Prozent auf ungewöhnlich hohe Werte.

Bundesweit seien dagegen etwa zehn Prozent der Arbeitsverträge in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst befristet.

Kritik kam von der Linkspartei, die Bundesregierung befördere mit dieser Praxis die Unsicherheit von Arbeitnehmern. Die Ministerien wiesen die Vorwürfe zurück, die hohen Zahlen ergäben sich aus der hohen Zahl von Doktoranden und anderen Wissenschaftlern, für die befristete Verträge üblich seien.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)