9. Januar 2013
Lungenkrebspatienten leben laut einer Studie länger, wenn sie während einer Strahlentherapie Beta-Blocker zu sich nehmen.
Demnach lebten Patienten mit Beta-Blockern noch durchschnittlich knapp 24 Monate nach ihrer Therapie, während Patienten ohne Beta-Blocker nur knapp 20 Monate lang überlebten. Das berichten Wissenschaftler der Universtität von Texas in einem Fachmagazin (Annals of Oncology). Menschen mit einer bestimmten Art von Lungenkrebs (in der Fachsprache nichtkleinzelliges Lungenkarzinom genannt) haben insgesamt eine relativ schlechte Überlebenschance. Als Todesursache gelten häufig Metastasen im Körper, also Krebstumore, die entfernt vom ursprünglichen Organ wachsen. Nach Angaben der Wissenschaftler könnten Beta-Blocker helfen, die Entstehung von Metastasen zu verhindern, wenn sie während einer Strahlentherapie eingenommen werden. Weitere Studien seien hier aber nötig. Beta-Blocker hemmen die Wirkung des Stresshormons Adrenalin und des Neurotransmitters Noradrenalin.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)