9. Januar 2013
Sie sind nur ein paar Millimeter groß, aber gefürchtet in der Landwirtschaft: Baumwollwanzen.
Die Tierchen leben in Afrika, Asien und Amerika und gelten dort als ernstzunehmende Schädlinge, denn sie befallen Baumwollpflanzen. Jetzt haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena herausgefunden, dass die Wanzen und ihre Artverwandten ganz bestimmte Bakterien in ihrem Darm brauchen, die dort eine Symbiose bilden. Diese Bakterien werden von den Mutterwanzen auf die Eier übertragen und helfen den Tieren dabei, ihre Nahrung zu verwerten. Wenn diese Bakterien entfernt werden oder ihr Austausch zwischen den Wanzen verhindert wird, können sich die Tiere von Baumwollpflanzen nicht mehr ernähren. Außerdem können sie sich nicht mehr gut fortpflanzen oder sterben sogar - das wäre also ein Ansatzpunkt für biologische Schädlingsbekämpfung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)