10. Januar 2013

Geobiologe : Mensch ist ein geologischer Faktor geworden

Der Mensch greift derart stark in die Natur ein, dass er selbst zu einem geologischen Faktor geworden ist.

Das sagte der Geobiologe und Paläontologe Reinhold Leinfelder von der FU Berlin im Deutschlandradio Kultur. Drei Viertel des festen Landes auf der Erde seien nicht emhr ursprünglich, sondern vom Menschen umgestaltet. 90 Prozent des Pflanzenwachstums finde in "menschengemachten" Regionen statt. Laut Leinefelder müsse man von dem gedanklichen Unterschied - hier ist die gute Natur, dort ist der Mensch mit seiner bösen Technik - wegkommen. Der Mensch müsse sich stattdessen als Teil der Natur begreifen. Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft müsse der Mensch das, was er von der Natur nehme, auch zurückgeben.

Heute beginnt im Berliner Haus der Kulturen der Welt eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Das Anthropozän-Projekt". Als "Anthropozän" wird das neue Zeitalter benannt, das sich unter anderem durch den menschlichen Einfluss auf die Welt charakterisiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)