10. Januar 2013
Nachdem ein kaputtes Unterseekabel in Libyen Telefon und Internet lahm gelegt hat, schauen wir einmal, was diese Kabel alles können.
In unseren Meeren liegen heute mehr als 200 Unterseekabel, die die verschiedenen Kontinente und Inseln miteinander verbinden. Sie werden zur Kommunikations- und zur Energieübertragung genutzt. Heutzutage nutzt man dazu Glasfaserkabel. Die haben den Vorteil gegenüber Satelliten, dass sie größere Datenmengen schneller übertragen können.
Dafür werden sie von Schiffen, so genannten Kabellegern in den Meeresboden eingegraben. Die Kabel sind auf Seekarten eingezeichnet, weil sie unter Umständen die Schiffsnavigation beeinflussen können. Außerdem hofft man so zu verhindern, was immer wieder passiert: Dass Schiffe die Kabel mit ihren Anker beschädigen. Denn die Wartung und Reparatur der Kabel ist umständlich und teuer.
Und Jahr für Jahr kommen neue dazu. Derzeit denkt man zum Beispiel in Island darüber nach ein Kabel nach Großbritannien zu verlegen, um den überschüssigen Öko-Strom zu exportieren.
Das erste Unterwasserkabel wurde übrigens 1811 verlegt und zwar in Deutschland. Samuel Thomas Soemmering übertrug mittels eines isolierten Drahtes elektronische Signale durch die Isar.
Ein Überblick bietet: http://www.cablemap.info/
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)