10. Januar 2013
Passend zu unserem Tagesthema "Selbstbeherrschung" beantworten wir nun die Frage: Was ist der innere Schweinehund?
Der Ausdruck "Schweinehund" geht auf den Hund zurück, der im 19. Jahrhundert zur Wildschwein-Jagd eingesetzt wurde und als "Sauhund" bezeichet wurde. Schon damals war es eine Beschimpfung. Der "innere Schweinehund" bezieht sich in unserer Alltagssprache darauf, die innere Faulheit zu überwinden.
Der Begriff wurde vor allem von Soldaten gebraucht, sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg. Auch Nationalsozialisten und ihre Gegner verwendeten ihn in politischen Reden. Später war der Ausdruck im Sport bei Trainern und Turnlehrern beliebt - zur Kritik an mangelnder Disziplin.
Wer wissen will, wie ein innerer Schweinehund aussieht, kann übrigens nach Bonn reisen. In der Nähe der Bundeskunsthalle hat ein dänischer Künstler den Schweinehund in Beton gegossen. Es handelt sich um ein zwei Meter großes Schwein in menschlichen Kleidern - eine Kritik an den niederen Instikten des Menschen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)