10. Januar 2013
Männer, die Sex mit Männern haben - so werden Schwule in China genannt und als solche häufig diskriminiert.
Und gerade deshalb, weil sie anklagende oder herablassende Blicke fürchteten, sei die HIV- und Aids-Prävention in China schwierig. Das schreibt Mara Hvistendahl in einem Artikel des aktuellen Fachmagazins Science, den die "Süddeutsche Zeitung" übernommen hat. Denn, um sich auf HIV testen zu lassen, mussten die Männer früher in öffentliche Kliniken gehen. Weil sich das viele nicht trauten, arbeitet die Regierung neuerdings mit privaten Schwulen-Organisationen zusammen. Betroffene könnten sich dort testen und beraten lassen - weitgehend anonym und ohne Kontakt zu Behörden. China verzeichnet dem Bericht zufolge hohe Zuwachsraten bei HIV-Infektionen, derzeit zählt das Land geschätzte 780.000 Infizierte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)