10. Januar 2013

Chinesische Zeitung fordert nach Protesten moderne Medienpolitik

Der Ton ist etwas milder geworden, aber der Inhalt weiter liberal.

Die chinesische Wochenzeitung "Southern Weekly" fordert in einem Kommentar ihrer neuen Ausgabe eine moderne Medienpolitik im Land. Vor einer Woche war ein Artikel der Zeitung verboten worden, der zu einer neuen Ordnung in China aufrief, die die Bürgerrechte schützen solle. Daraufhin kam es zu tagelangen Protesten vor dem Redaktionsbüro in der südchinesischen Stadt Guangzhou. In der neuen Ausgabe zeigt sich die Zeitung nun etwas milder. Es sei grundlegend, dass die Partei die Presse reguliere, heißt es in dem Kommentar. Diese Regulierung durch den Staat müsse aber "mit der Zeit Schritt halten". Der Kommentar bezieht sich auf einen Artikel in derselben Ausgabe, der von offizieller Seite verfasst wurde und die Medienpolitik der chinesischen Führung erklärt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)