10. Januar 2013
Was hat das deutsche Rind mit der Abholzung des brasilianischen Regenwaldes zu tun?
Diese und viele weitere Fragen beantwortet der neue Fleischatlas. Das fünfzigseitige Werk wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Monatszeitung "Le Monde diplomatique" zusammengestellt - und ist kostenlos im Internet abrufbar. Der Atlas erklärt beispielsweise, dass die meisten Tiere für die Fleischproduktion niemals eine Weide zu Gesicht bekommen. Statt mit Heu und Gras werden sie mit Spezialfutter ernährt, das unter anderem Soja enthält. Und weil Brasilien der mit Abstand größte Exporteur von Soja in die EU ist, kommt hier der Regenwald ins Spiel. Um Platz für neue Sojabohnen-Plantagen zu schaffen, werden Weidenflächen ins Amazonas-Gebiet verlegt - und der Wald abgeholzt.
Der Fleischatlas widmet sich noch dutzenden weiteren Themen: Wie ernährt sich die Mittelschicht weltweit, wer sind die größten Fleischproduzenten und welche Auswirkungen haben Tiermedikamente - sind nur einige davon.
Den Link zum Fleischatlas gibt es auf unserer Internetseite.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)