10. Januar 2013
Für Diabetiker gehört sie zum Leben: die Spritze mit Insulin.
Forscher aus Australien und den USA hoffen jetzt, dass diese Spritze irgendwann überflüssig wird. Sie haben in Grundlagenforschung analysiert, wie genau das Hormon Insulin überhaupt in die Körperzellen gelangt. Im Fachmagazin "Nature" berichten sie, an den Oberflächen der Zellen gebe es spezielle Insulinrezeptoren, an die das Insulin andocke. Durch diese Verbindung werde ein Signal in die Zelle geschickt und letztlich werde damit der menschliche Blutzuckerspiegel kontrolliert. Die Forscher meinen, diese Erkenntnisse könnten der Pharmaindustrie helfen, Insulin anders herzustellen. Dann könne es künftig in weniger Spitzen oder über ganz andere Wege verabreicht werden.
Insulin ist wichtig für den menschlichen Stoffwechsel und regelt die Versorgung der Zellen mit Glukose, also Zucker. Bei Diabetes-Patienten ist dieser Stoffwechsel gestört und Insulin muss künstlich zugeführt werden. An Diabetes leiden weltweit schätzungsweise 347 Millionen Menschen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)