10. Januar 2013
Morgens Salami, mittags Schnitzel, abends Sülze.
Im Durchschnitt verspeist jeder Deutsche in seinem Leben Fleisch von 1.094 Tieren. Das geht aus dem sogenannten Fleischatlas hervor - einer Studie, die im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung, des Bundes für Umwelt und Naturschutz BUND und der Zeitung "Le Monde Diplomatique" erstellt wurde. Demnach essen die Deutschen im Schnitt rund 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr und Kopf - mehr als doppelt so viel wie die Menschen in Entwicklungsländern.
Dieser Fleischverzehr hat Folgen: Weltweit würden inzwischen fast zwei Drittel der Agrarflächen für die Erzeugung von Futtermitteln genutzt. Kleinbauern verlören ihr Land und damit ihre Existenzgrundlage. Die Heinrich-Böll-Stiftung fordert deshalb eine Kehrtwende in der Agrarpolitik. Die intensive Fleischproduktion dürfe nicht länger subventioniert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)