10. Januar 2013

UNO warnt vor Quecksilber in Wasser, Luft und Nahrung

Die Vereinten Nationen warnen vor Schäden an Menschen und der Natur durch Quecksilber.

Das Umweltprogramm UNEP erklärte, besonders in armen Ländern seien Millionen von Menschen durch das hochgiftige Metall bedroht. Es verseuche Wasser, Luft und Nahrung. Vor allem für Kinder sei das eine große Gefahr. Besonders hoch sei die Belastung in Asien, Afrika und Lateinamerika. Dort gebe es mehr Gesundheitsprobleme, ausgelöst durch das Quecksilber.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" wird Quecksilber vor allem dazu verwendet, um Gold aus Erzen zu gewinnen oder Elektrogeräte zusammenzubauen. Nur wenige Menschen wüssten, wie gefährlich der Umgang damit sei. Außerdem werde Quecksilber freigesetzt, wenn Kohle verbrannt werde.

Das Metall greift das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem an, außerdem Nieren, Darm und Lunge. Bei ständigem Kontakt kann es zu Nierenversagen kommen.

Eine Staatenkonferenz soll in der kommenden Woche in Genf einen neuen Vertrag zum besseren Schutz gegen Quecksilbervergiftungen ausarbeiten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)