10. Januar 2013
In Hongkong wehren sich ausländische Journalisten gegen Pläne der Regierung, die Pressefreiheit einzuschränken.
Das Finanzministerium plant, dass Firmenchefs es künftig untersagen können, dass Daten wie ihre Adressen oder Personalausweisnummern an die Öffentlichkeit gegeben werden. Diese Informationen hatten Journalisten zuletzt genutzt, um festzustellen, welche Politiker welche Firmenbeteiligungen haben und, ob Familienmitglieder ebenfalls verwickelt sind. Bloomberg hatte über Besitztümer der Familie von Xi Jinping berichtet, dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei. Die "New York Times" hatte exklusive Informationen veröffentlicht über das Milliardenvermögen der Familie von Chinas Premierminister Wen Jiabao.
Das Hongkonger Finanzministerium erklärte, mit der neuen Regelung solle ein Gleichgewicht hergestellt werden zwischen dem Recht der Öffentlichkeit auf Information und Schutz der Privatsphäre. Hongkong ist eine Sonderverwaltungszone von China. Wirtschaftlich ist das Land aber weitgehend autonom - und im Gegensatz zu China sehr liberal. Viele Chinesen haben ihre Unternehmen daher in Hongkong angemeldet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)