11. Januar 2013

Würzburger Forscher entwickeln statistisches Modell für Effizienz von Tuberkulose-Medikamenten

Tuberkulose mit Medikamenten zu behandeln ist schwer.

Denn: Die Infektionskrankheit wird durch ein Bakterium ausgelöst, das im Gegensatz zu vielen anderen Krankheitserregern eine sehr dicke Zellwand hat. Sie ist kaum durchlässig für Fremdstoffe und macht den Keim relativ unempfindlich gegen Medikamente.

Forschern der Universität Würzburg ist es jetzt gelungen, ein statistisches Modell zu entwickeln, das vorhersagen kann, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Medikament diese Zellwand durchdringt. Im Fachmagazin "Bioinformatics" schreiben sie, damit könne man wirksamer nach neuen Medikamenten suchen als bisher.

Tuberkulose-Bakterien greifen meist die die Lunge an, später auch andere Organe. Nach Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben weltweit jährlich mehr als eine Million Menschen an der Krankheit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)