11. Januar 2013
Demokratie erschöpft sich nicht darin, dass alle vier Jahre gewählt wird.
Sie braucht auch einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, meint der ehemalige Verfassungsrichter Dieter Grimm. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagt Grimm, der öffentlich-rechtliche Rundfunk halte einen Prozess des Meinungsaustauschs in Gang - über Fragen, die eine Gesellschaft angehen und bewegen. Kommerzielle Sender trügen nicht genug dazu bei. Grimm verteidigt deshalb auch die Rundfunkgebühr für die Öffentlich-Rechtlichen.
Grimm zufolge hat die Qualität einer Demokratie etwas mit dem Zustand ihrer Medien zu tun. In den USA zum Beispiel informiere das Rundfunksystem die Gesellschaft nicht genügend über ihre Probleme - und vor allem zu wenig über die außer-amerikanische Welt. Die US-amerikanische Demokratie wäre nach Ansicht von Grimm besser, wenn ihre Massenmedien besser wären.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)