11. Januar 2013

EU-Kommission: Google muss Suchergebnisse anders darstellen

Die EU will den Internetkonzern Google zwingen, seine Suchmaschineneinstellungen zu ändern.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia sagte der "Financial Times", Google bevorzuge bei den Suchergebnissen die eigenen Dienste. Das benachteilige Mitbewerber und Google missbrauche damit seine dominante Marktstellung. Sollte der US-Konzern seine Suchergebnisse künftig nicht anders darstellen, drohe ein Kartellverfahren. Almunia sagte, bis Ende des Monats erwarte er Änderungsvorschläge.

Das Unternehmen selbst teilte mit, man kooperiere mit der EU-Kommission. Auch in den USA hatte es Kritik an Googles Ergebnisdarstellung gegeben. Die US-amerikanische Kartellbehörde hatte aber in der vergangenen Woche erklärt, es gebe nicht genügend Hinweise, dass Google die Ergebnisse zum Nachteil seiner Konkurrenten manipuliere.

Google kontrolliert etwa 70 Prozent des weltweiten Suchmaschinen-Markts. Kritiker werfen dem Konzern vor, Konkurrenten wie etwa Microsoft zu blockieren oder etwa Microsofts Produkte in der Suche weiter hinten erscheinen zu lassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)