11. Januar 2013

Chinas Ein-Kind-Politik: "Kleine Kaiser" sind weniger lebenstüchtig

Die chinesische Familienpolitik hat nach einer neuen Studie bedeutende Auswirkungen auf die Gesellschaft des Landes - und zwar negative.

Das geht nach einem Bericht des Wissenschaftsmagazins "Science" aus Untersuchungen von australischen Wissenschaftlern zur Ein-Kind-Politik in China hervor. Diese war um 1980 eingeführt worden, um die Explosion der Bevölkerungszahl zu begrenzen. Chinesische Paare durften demnach in der Regel nur ein Kind bekommen.

Bei Untersuchungen und Experimenten mit Bewohnern der Hauptstadt Peking kam heraus, dass die strenge Geburtenkontrolle die persönliche Entwicklung der vielen Einzelkinder erschwert. Sie seien nervöser, weniger vertrauensvoll und pessimistischer als Menschen, die Geschwister haben. Außerdem seien die sogenannten "kleinen Kaiser" weniger wettbewerbsfähig oder risikofreudig.

Nach offiziellen Angaben betrifft die Ein-Kind-Politik heute nur noch ein Drittel der chinesischen Bevölkerung. Ausnahmen gibt es zum Beispiel für Minderheiten oder Menschen, die auf dem Land leben. Ehepartner, die beide Einzelkinder sind, dürfen zwei Kinder bekommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)