11. Januar 2013
Mehr Tierschutz ist für den Bauernverband offenbar nicht attraktiv.
Der Präsident des Verbandes, Joachim Rukwied, meint, dass Tierschutz nur wenige Menschen zum Kauf anregt. Den meisten Kunden komme es darauf an, dass Fleisch gut schmecke und bezahlbar sei. Laut Studien sei nur kleiner Teil der Verbraucher dazu bereit, für Tierschutz mehr Geld auszugeben.
Die aktuelle Kritik an der Massentierhaltung hält Rukwied für übertrieben. Der Umweltschutzbund BUND und die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung haben gestern ihren sogenannten Fleischatlas herausgegeben. Darin kritisieren sie, dass in Deutschland zu viel Fleisch produziert wird und dass es zu günstig ist. 17 Prozent davon würden hierzulande für die Tonne produziert. Außerdem könnten viele Menschen in ärmeren Ländern keine Nahrung für sich selbst anbauen, weil ihr Land Tierfutter-Plantagen diene.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)