11. Januar 2013

Diskussion um neuere Anti-Baby-Pillen: Frankreich fordert Einschränkungen

Frankreich will erreichen, dass neuere Anti-Baby-Pillen seltener verschrieben werden.

Der Grund: Die Regierung sieht eine größere Gefahr von Nebenwirkungen, etwa ein höheres Risko von Thrombosen oder Schlaganfällen. Dabei geht es um Anti-Baby-Pillen der dritten und vierten Generation. Die französische Gesundheitsministerin Marisol Touraine hat die Europäische Union aufgefordert, die Zulassungen dieser Verhütungsmittel restriktiver zu gestalten. In Frankreich wird seit Wochen über die neueren Anti-Baby-Pillen diskutiert - unter anderem wegen der Klage einer Frau gegen den Pharma-Konzern Bayer. Sie hatte Verhütungsmittel des Unternehmens eingenommen. 2006 erlitt die Französin einen Schlaganfall und ist seitdem schwerbehindert.

Die Arzneimittelagentur der EU hat erklärt, es gebe keinen Grund, Anti-Baby-Pillen der dritten und vierten Generation abzusetzen. Die Agentur sieht keine neuen Beweise für ein verändertes Sicherheitsprofil.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)