11. Januar 2013
Nicht immer muss man zum Denken sein Hirn einschalten.
Dieser Meinung ist ein internationales Team von Forschern. Wenn ein Auto gegen eine Laterne fährt und sie dabei kaputt geht, wissen wir: daran ist die Kollision schuld. Im Fachmagazin "Current Biology" erklären die Forscher, dass wir Ursache und Wirkung dieses Unfalls auch ohne höhere Denkprozesse begreifen können - einfach nur durch die visuelle Wahrnehmung.
Die Forscher hatten Probanden in einer Studie einen Film vorgespielt, in dem eine Scheibe auf eine andere zurollte und diese anstieß. Daraufhin setzte sich die zweite Scheibe in Bewegung. Irgendwann nahmen die Probanden nach Angaben der Forscher den Vorgang nicht mehr als Ursache und Wirkung wahr. Das sei eine Ermüdungserscheinung, die auch bei anderen einfachen Seh-Vorgängen auftrete. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass auch die Bewertung von Ursache und Wirkung nur ein einfacher Seh-Vorgang ist.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)