11. Januar 2013
Viele Kölner machen sich Sorgen um ihren Dom - und zwar weil er neuerdings zittert.
Der Fall schien klar: Eine neue U-Bahn-Verbindung soll schuld sein. Ganz so einfach ist es aber offenbar nicht. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll das Bauwerk selbst für die Vibrationen verantwortlich sein. Die neue Domschatzkammer sei in den neunziger Jahren zu dicht an den schon seit Jahrzehnten bestehenden Tunnel gesetzt worden, durch den seit Dezember eine U-Bahn fährt.
Der Kölner Dombaumeister Michael Hauck hält den neuen Verdacht für unsinnig. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er, hier werde "wild herumspekuliert". Hauck schlug vor, den Gleisstrang in der U-Bahn-Röhre besser abzudämmen, zum Beispiel mit Gummipuffern. Eine Arbeitsgruppe von Dombauverwaltung und Kölner Verkehrs-Betrieben prüft zur Zeit, wie das Problem gelöst werden kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)