14. Januar 2013
"Ich hab' Rücken."
Dieser Satz gilt nicht nur für heute lebende Wirbeltiere wie den Menschen, sondern auch für die frühesten Landwirbeltiere vor mehreren hundert Millionen Jahren. Wie sich die Rückenwirbel im Laufe der Evolution aus der Wirbelsäule der Fische entwickelt haben, war bisher allerdings nicht genau bekannt.
Doch jetzt haben Forscher mithilfe von hochenergetischen Röntgenstrahlen ein versteinertes Rückgrat komplett im Computer rekonstruiert. Es ist etwa 360 Millionen Jahre alt. Das internationale Team berichtet im Fachjournal "Nature", dass die neuen Daten die bisherige Vorstellung vom Aufbau der Rückenwirbel buchstäblich umkehren: Der Knochenteil eines jeden Wirbels, der bislang für den ersten gehalten worden sei, sei tatsächlich der letzte.
Außerdem entdeckten die Wissenschaftler im fossilen Skelett einen Vorläufer des heutigen Brustbeins, das den Brustkorb stärkt. Das lege nahe, dass sich die frühesten Landwirbeltiere so ähnlich fortbewegt hätten wie heutige Seehunde, nämlich mit synchronen Bewegungen der beiden vorderen Gliedmaßen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)