14. Januar 2013

Schaar: Automatisierte Kontodatenabfrage nimmt über die Maße zu

Na dann wollen wir mal eben nachschauen, was ihre Stammdaten so über sie sagen.

Das denken sich in letzter Zeit in zunehmenden Maße Sozialbehörden und Finanzämter. Wie der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte, ist die Zahl der Anfragen seit der Einführung eines automatisierten Abrufverfahrens 2005 um 830 Prozent gestiegen. Damit können Name, Adresse und ähnliches von privaten Bankkunden abgefragt werden. Im vergangenen Jahr wurde der Dienst über 72.000 Mal genutzt.

Der Datenschutzbeauftragte fordert die Bundesregierung auf, die Kontodatenabfrage einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen. Die Abfragen sollten eigentlich die Ausnahme und nicht die Regel sein. Man könnte, so Schaar, die Behörden auch dazu auffordern, die Anfrage zu begründen. Schon das würde vermutlich die Zahl der Datenabfragen reduzieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)