14. Januar 2013

Florida bläst zur Python-Jagd

Tierschützer schlagen Alarm, die Behörden sprechen davon, so das Ökosystem zu stabilisieren.

Der US-Bundesstaat Florida hat zur Jagd auf Tiger-Pythons aufgerufen. Ziel der Behörden ist es, dass so viele Riesenschlangen wie möglich getötet werden. Dafür wurde sogar eine Belohnung ausgeschrieben: Wer das größte Tier erlegt, bekommt 1.000 US-Dollar.

Tierschützer sprechen von einer grausamen Aktion. Florida argumentiert dagegen, die Riesenschlangen hätten sich in den vergangenen Jahren im südlichen Sumpfgebiet zu stark vermehrt und bedrohten den Bestand von Säugetieren. Tatsächlich hatten Wissenschaftler im vergangenen Jahr festgestellt, dass Tiere wie Waschbären, Opossums und Rotluchse wegen der Schlangen schon fast ausgerottet sind.

Tigerphytons vermehren sich schnell, denn die Weibchen legen bis zu 80 Eier auf einen Schlag. Experten schätzen, dass es in Florida mehr als 10.000 wild lebende Pythons gibt. Sie werden bis zu fünfeinhalb Meter lang.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)