14. Januar 2013
Wann wirds mal wieder richtig Sommer?
Das haben sich in den letzten Jahren viele Deutsche gefragt, wenn es im Juli und August ziemlich regnerisch war. In Zukunft dürfte es aber weltweit häufig zu sommerlich werden: Laut einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und der Universität Complutense in Madrid führt der Klimawandel zu dramatisch mehr Hitzemonaten. Schon jetzt liegt demnach die Zahl der Monate mit Rekord-Temperaturen statistisch gesehen fünfmal über dem Wert, der ohne Klimawandel zu erwarten wäre.
Für ihre Untersuchung haben die Wissenschaftler Messungen der US-Weltraumbehörde NASA an mehr als 12.000 Punkten ausgewertet. Als Beispiel für Hitzewellen nennen sie unter anderem die in den USA 2012 und die in Deutschland 2003. Die gestiegene Zahl der Rekorde könne man nicht durch natürliche Schwankungen erklären. Das sei sehr bedenklich, weil die hohen Temperaturen zu Todesfällen, Waldbränden und Ernteverlusten führten. Gesellschaften und Ökosystem seien daran nicht angepasst.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)