14. Januar 2013

Greenpeace: Luftverschmutzung in Peking entsteht auch im Umland

Wenn Peking alleine handelt, wird es nicht ausreichen, um die Probleme zu lösen.

Davon ist die Greenpeace-Sprecherin Zhou Rong im Bezug auf die Luftverschmutzung in der chinesischen Hauptstadt überzeugt. Sie sagte der "Deutschen Presse-Agentur, Peking wolle seinen Kohleverbrauch zwar in den kommenden fünf Jahren halbieren. Die umliegende Provinz Hebei und die benachbarte Metropole Tianjin wollten ihn aber noch erhöhen. Das werde ein großes Problem, wenn man die Luftqualität verbessern wolle.

Die Behörden in Peking hatten wegen des Smogs die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Grundsätzlich findet Zhou es gut, dass es in der Stadt inzwischen überhaupt ein Warnsystem gibt - besonders, nachdem die Stadtregierung sich im vergangenen Jahr noch geweigert habe, die Luftverschutzung überhaupt zuzugeben. Die Maßnahmen seien aber nur vorübergehend. Dauerhaft wolle man die nationalen Standards für Luftqualität erst 2030 erreichen. Die Menschen könnten aber nicht noch 20 Jahre in der schlechten Luft leben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)