14. Januar 2013

Forscher finden wichtige Genmutation, die Mitochondrien beeinflusst

Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen.

Sie liefern ihnen Energie und kommen besonders häufig dort vor, wo viel Energie gebraucht wird: etwa in Muskelzellen, Nervenzellen und Sinneszellen. Wenn allerdings das Erbgut der Mitochondrien gestört ist, ist auch der Energiefluss zu den Zellen gestört - Patienten wissen dann allerdings wegen sehr unterschiedlicher Symptome oft nicht, welche Krankheit sie haben. Forscher des Deutschen Netzwerks für mitochondriale Erkrankungen haben jetzt eine Genmutation entdeckt, die für den Energiestoffwechsel entscheidend ist. Für ihre Studie untersuchten die Forscher einen Patienten mit einer genetisch verursachten Hauterkrankung. Sie lokalisierten das mutierte Gen und tauschten es aus. Daraufhin funktionierte die Energieversorgung der Hautzellen wieder.

Wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Genetics" schreiben, hoffen sie, dass Krankenheiten, die durch gestörte Mitochondrien verursacht werden, künftig besser diagnostiziert werden können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)