15. Januar 2013
"Der Arzt war nett und hat mir gut geholfen" oder "Ich fühlte mich schlecht behandelt" - zwischen diesen beiden Sätzen könnte in New York demnächst bares Geld liegen.
Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, plant die Stadt, Ärzte an städtischen Krankenhäusern nach der Qualität ihrer Arbeit zu bezahlen. Einfließen soll unter anderem, wie oft sich Patienten über den Mediziner beschweren und wie schnell sie gesund werden. Belohnungen soll es geben, wenn Patienten meinen, dass ein Arzt besonders gut kommuniziert hat. Die SZ beruft sich auf die "New York Times" und schreibt, der Krankenhausverband und die Ärztegewerkschaft verhandelten gerade darüber. Es gebe gute Chancen auf eine Einigung.
In Großbritannien gibt ein "Pay for Performance"-Modell laut dem Bericht schon seit 2004. Ein Public-Health-Professor aus New York warnt allerdings, ein Allheilmittel sei das System nicht. Die britischen Ärzte hätten schnell gelernt, es für sich zu nutzen. Manche hätten angegeben, ihre Bluthochdruckpatienten hätten jetzt normalen Blutdruck. Dafür hätten sie kassiert - obwohl der Blutdruck genauso hoch war wie vorher.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)