15. Januar 2013

Schimpansen haben einen Sinn für Gerechtigkeit

Warum sollte man teilen, wenn man auch alles für sich alleine behalten kann?

Das ist eine Frage der Gerechtigkeit - und einen Sinn dafür haben anders als bisher gedacht nicht nur Menschen, sondern auch Schimpansen. Das haben US-Forscher in einem Experiment herausgefunden, über das sie im Fachmagazin "PNAS" berichten. Sie spielten mit den Tieren das sogenannte Ultimatum-Spiel. Das wird in der Verhaltensforschung eingesetzt, um das Verständnis von Fairness zu testen.

Die Schimpansen spielten in Zweier-Teams. Einer bekam zwei unterschiedlich gefärbte Chips, von denen er einen an seinen Partner abgeben musste. Der konnte ihn dann bei einem menschlichen Betreuer gegen Futter eintauschen. Bei dem einen Chip erhielten beide Schimpansen gleich viel, bei dem anderen bekam der erste Schimpanse mehr. Meistens gaben die Affen ihrem Mitspieler den Chip, der eine gerechte Futter-Verteilung brachte. Ausnahme: Wenn der zweite Affe den angebotenen Chip nicht ablehnen konnte, entschied sich das erste Tier häufiger für den Chip, der ihm einen Großteil des Futters sicherte. Kinder verhielten sich in einem ähnlichen Spiel genauso.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)