15. Januar 2013
300 Jahre mussten russische Soldaten ohne Socken auskommen - damit ist jetzt Schluss.
Das Verteidigungsministerium hat die traditionellen Fußlappen abgeschafft. Das sind Stoffstreifen, die um den Fuß gelegt werden. Eingeführt hatte sie Zar Peter I. im 18. Jahrhundert, weil sie im rauen russischen Klima besser geeignet waren als Strümpfe. Verteidigungsminister Sergej Schoigu kündigte laut Medienberichten an, dass die Soldaten jetzt normale Socken bekommen. Sie müssten bis Ende des Jahres das Wort "Fußlappen" vergessen. Allerdings sei die Versorgung mit Strümpfen bis dahin nicht für alle gewährleistet. Viele Kasernen stünden "fern der Zivilisation".
Auch in der deutschen Armee wurden früher Fußlappen getragen, in der Nationalen Volksarmee der DDR sogar bis 1968.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)