15. Januar 2013

Wahl in Niedersachsen: Unverständliche Wahlprogramme

Sie sind kaum verständlicher als eine Doktorarbeit.

So urteilen Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim über die Wahlprogramme der Parteien im Landtagswahlkampf in Niedersachsen. Laut Studienleiter Frank Brettschneider muss sich deshalb niemand wundern, wenn Politik als bürgerfern, unverständlich und intransparent gilt.

Besonders kritisch fällt das Urteil über das Programm der Grünen aus: Ihr Papier sei mit 172 Seiten das längste und mit Fachbegriffen wie "Teilleistungsstörungen" und "Pilot-Konditionierungsanlage" auch das unverständlichste.

Das kürzeste und einfachste Wahlprogramm lieferte den Forschern zufolge die niedersächsische Linkspartei. Allerdings sei es auch das dogmatischste von allen. Denn häufig seien Formulierungen wie "immer", "nie" und "ausschließlich" verwendet worden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)