15. Januar 2013
Viele von ihnen unterrichten seit Jahren Grundschulkinder - jetzt sollen sie zurück an die Uni.
In Rumänien müssen rund 20-tausend Lehrer ein Studium nachholen. Das hat die links-liberale Regierung festgelegt. Bis 2001 mussten rumänische Grund- und Vorschullehrer nur einen Fachhochschulabschluss haben. Dann gab es eine Reform - seitdem müssen Lehramts-Anwärter einen Bachelor in Pädagogik machen. Bisher mussten bereits im Beruf stehende Lehrer den nicht nachholen - nach der neuen Entscheidung aber schon.
Kritik kommt von der Gewerkschaft. Sie erklärte, wer jahre- oder jahrzehntelang unterrichtet habe, der sei ein Profi und benötige den Abschluss nicht mehr. Außerdem sei das Studium für die schlecht bezahlten Lehrer zu teuer. Pädagogen verdienen in Rumänien höchstens 300 Euro im Monat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)