15. Januar 2013

Schmelzwasser lässt das Eis der Arktis schneller schmelzen

Wenn das Eis in der Arktis schmilzt, bilden sich oft Tümpel aus Schmelzwasser.

Forschern aus Deutschland machen diese Tümpel Sorgen. In einer Studie haben sie festgestellt, dass die Tümpel auf dem Eis dieses schneller schmelzen lassen. Für ihre Untersuchung schickten sie einen Tauchroboter unter das Meereis um zu messen, wie viel Sonnenlicht dort ankam. Das Ergebnis: Unter den Schmelzwasser-Tümpeln war es heller als dort, wo sich nur Eis befand. Das zeige, so die Forscher, dass das Schmelzwasser das Licht kaum reflektiere. Es absorbiere die Sonnenstrahlen viel stärker als Eis - was wiederum dazu führe, dass mehr Eis schmelze. Es sei also ein Teufelskreis.

Nun wollen die Wissenschaftler noch untersuchen, wie sich die größere Helligkeit auf das Leben unter dem Eis auswirkt. Denn mehr Sonnenlicht bedeutet auch, dass Algen mehr Photosynthese betreiben könnten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)