15. Januar 2013

Misshandlung in Kindheit verändert angeblich Gehirnaktivität

Dass Misshandlung in der Kindheit und Jugend gravierende Folgen hat, ist bekannt.

Forscher der Technischen Hochschule Lausanne haben jetzt untersucht, wie sich solche negativen Erfahrungen auf das Gehirn von Betroffenen auswirken kann. Dafür machten sie Experimente mit jungen männlichen Ratten und setzten sie starkem psychischen Stress aus. Wie erwartet, zeigten die Tiere als Erwachsene aggressives Verhalten. Eine Erklärung dafür fanden die Wissenschaftler in der Hirnaktivität der Ratten. Der orbitofrontale Cortex war bei ihnen kaum aktiv. Diese Hirnregion unterbindet aggressives Verhalten. Stattdessen war die Region der Amygdala sehr aktiv, sie ist mit emotionalen Reaktionen verbunden.

Den Forschern zufolge spricht vieles dafür, dass sich diese Erkenntnisse auch auf den Menschen übertragen lassen.

Sie schreiben darüber im Fachmagazin Translational Psychiatrie

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)