15. Januar 2013
Man kann wohl von einem Erfolg sprechen.
In Nordrhein-Westfalen hat Integrationsminister Guntram Schneider die Ergebnisse eines Pilotprojektes vorgestellt. Dabei hatten mehrere Ministerien anonymisierte Bewerbungen getestet. Es war der erste Versuch dieser Art in Deutschland. Schneider erklärte, etwa 20 Prozent der Stellen seien mit einem Bewerber ausländischer Herkunft besetzt worden. Das entspreche fast dem Migrantenanteil in NRW. Zuvor habe man nur rund 12 Prozent Bewerber mit Migrationshintergrund eingestellt. Es sei bekannt, dass bei nicht anonymisierten Bewerbungen Menschen mit deutsch klingenden Namen Vorteile hätten.
In Düsseldorf will man nun prüfen, in welchen Bereichen anonymisierte Bewerbungen als Standard eingeführt werden können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)