16. Januar 2013

Rückspiegel: Vor 30 Jahren endete das Streichholz-Monopol

Im "Rückspiegel", mit dem wir regelmäßig in die Vergangenheit schauen, sehen wir heute ein billiges, brennendes Streichholz.

Denn vor 30 Jahren, am 16. Januar 1983, endete das Zündwarenmonopol. Seit Anfang der 30er Jahre hatte es in Deutschland nur zwei Sorten Streichhölzer gegeben: Welt-Hölzer und Haushaltsware. Sie mussten eine Kantenbreite von 2,1 Millimetern haben, waren viereinhalb Zentimeter lang und hatten immer einen roten Kopf.

Das Monopol verbot die Einfuhr von Streichhölzern aus dem Ausland. Es nutzte vor allem dem Schweden Ivar Kreuger, auch Streichholz-König genannt. Ihm gehörte ein Großteil der deutschen Fabriken. Kreuger hatte der deutschen Regierung einen Millionenkredit gewährt, im Gegenzug setzte er das Zündwarenmonopol durch. 1983 hatte die Bundesrepublik die letzte Rate des Kredits gezahlt und konnte das Monopol beenden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)