16. Januar 2013
Ruß ist nicht nur schlecht für die Atemwege, sondern auch für das Klima. So viel weiß man schon. Einer neuen Studie zufolge könnte der Treibhauseffekt von Rußpartikeln allerdings doppelt so hoch sein wie bisher angenommen. Das teilte die American Geophysical Union (AGU) mit.
Demzufolge haben Rußpartikel sogar den zweitgrößten Treibhauseffekt - direkt hinter den bekannten Klimaschädigungen von Kohlendioxid. Die Art und Weise, wie der Ruß sich auf das Klima auswirkt, sei allerdings komplex. Die Partikel könnten zum Beispiel Sonnenwärme absorbieren oder Schnee und Eis zum Schmelzen bringen.
Eine Reduktion der Rußpartikel-Emissionen könnte die Klimaerwärmung verlangsamen, so die Forscher. Allerdings nur, wenn gleichzeitig auch der Ausstoß von Kohlendioxid verringert würde.
Die Studie stammt von einem internationalen Team aus 31 Wissenschaftlern, die ihre Ergebnisse aus vier Jahren Forschung im "Journal of Geophysical Research-Atmospheres" veröffentlichten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)