16. Januar 2013
Für Kinder, deren Eltern sie schon mit sechs Jahren zum Klavierunterricht zwingen, kommt hier eine schlechte Nachricht:
Eltern bekommen jetzt von Hirnforschern neue Argumente an die Hand. Im New Scientist|http://www.newscientist.com/article/dn23078-why-musical-genius-comes-easier-to-early-starters.html?cmpid=RSS|NSNS|2012-GLOBAL kann man nachlesen, was Wissenschaftler des Leipziger Max-Planck-Instituts nun belegen konnten: Beginnen Kinder den Musikunterricht, bevor sie sieben werden, verändert sich ihre Hirnstruktur. Was Musiker und Lehrer schon lange vermutet haben, ließ sich nun durch MRTs verschieden alter Kinder beweisen. Die jüngeren Kinder hatten im Corpus Callosum, dem Bereich, der linke und rechte Hirnhälfte verknüpft, mehr und stärkere Verbindungen. Kinder, die später angefangen hatten, zeigten beim Hirnscan hingegen kein anderes Bild. Ihr Gehirn sah aus, wie das eines Nicht-Musikanten.
Die Forscher beschwichtigen aber alle Achtjährigen, die sich gerade in den Kopf gesetzt haben, der neue Mozart zu werden: Musikalisches Genie hänge nicht allein vom Können ab. Da gehörten noch Dinge wie Enthusiasmus, Stil, Kreativität und Ähnliches dazu.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)