16. Januar 2013
Vor gut einer Woche hat US-Präsident Barack Obama einen neuen Verteidigungsminister nominiert: den Republikaner Chuck Hagel.
In der "Süddeutschen Zeitung" schreibt der Sicherheits-Professor Peter R. Neumann vom Londoner King's College, was von dem neuen Minister zu erwarten ist - und was er für Europa bedeuten wird. Neumann meint: Hagel ist kein Neo-Konservativer wie viele Republikaner. Er sei vorsichtig bei militärischen Abenteuern, erkenne die Bedeutung von Allianzen und sehe das Militär als das letzte Mittel. Hagel glaube zwar an die militärische Macht der USA, die dürfe seiner Meinung nach aber nur im äußersten Fall eingesetzt werden. In Bezug auf Europa schreibt Neumann, Hagel sehe die Europäer nicht als verklärte Pazifisten, sondern erwarte von ihnen konkrete Beiträge zur Sicherheit in der Welt.
Gegen Hagel gibt es Vorbehalte innerhalb des republikanischen und des demokratischen Lagers. Zum einen geht es um Kritik an Israel, zum anderen um negative Äußerungen über Homosexuelle.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)