16. Januar 2013
Fledermäuse lassen sich nicht veräppeln.
Das haben deutsche Forscherinnen im Regenwald von Panama feststellen müssen. Wie die Internetseite Scienceticker Umwelt schreibt, wollten sie herausfinden, ob Fledermäuse bei der Jagd nach Beute noch etwas anderes benutzen als ihr Sonarsystem. Denn es schien den Forscherinnen nicht plausibel, dass Fledermäuse im dichten und viel bevölkerten Unterholz eines Regenwaldes nur durch ihr Sonar an die Beute kommen.
Ausgestattet mit Kamera und Ultraschallmikrofon lockten sie die Blattnasenfledermäuse mit Libellen-Attrappen an. Es zeigte sich, dass die Fledermäuse auf Geruch oder verdächtige Bewegungen ihrer Beute nicht angewiesen sind. Sie scannen das Umfeld per Sonar, in dem sie in unterschiedlicher Höhe neben der Beute schweben und so eine Art 3-D-Bild der Szene erschaffen.
Die Papier-Attrappen der Wissenschaftlerinnen ließen die Fledermäuse kalt. Waren die Libellen-Dummies aus Aluminium, dann fielen die Fledermäuse nur auf sie herein, wenn die Beute bis auf die Äderung genau nachgestellt war.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)