16. Januar 2013

Chinesen verweigern tibetischer Familie Bestattungsritual

In der chinesischen Provinz Gansu haben die Behörden einer tibetischen Familie untersagt, einen Angehörigen rituell zu bestatten.

Der Tibeter Tsebey hatte sich selbst angezündet, um so gegen die Unterdrückung der Tibeter durch die Chinesen zu protestieren. Wie Radio Free Asia berichtet, verweigerten die Behörden den Mönchen und der Familie den Zugang zu dem Leichnam. Sie sollten ihn ohne Feierlichkeiten schnellstmöglich bestatten.

Mit dieser Maßnahme wollen die chinesischen Behörden verhindern, dass Menschen, die sich selbst anzünden, heroisiert werden. Den rituellen Bestattungen hatten sich in letzter Zeit immer wieder Fremde angeschlossen, um gegen die Unterdrückung der Tibeter zu demonstrieren.

In den vergangenen drei Jahren haben sich insgesamt 96 Menschen aus Protest selbst angezündet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)